Die Schießausbildung der Scharfschützen
Gestern und Heute, Teil I und II
Vorwort
1. Was sind die Scharfschützen?
2. Scharfschützen im 1. Weltkrieg
3. Der Grabenkrieg
4. Britische Scharfschützenausbildung
5. Scharfschützenwaffen
6. Deutsche Basis Gefechts-Schießausbildung
7. Deutsche Scharfschützenausbildung
8. Anleitung zur Ausbildung 1943
9. Schießtechnik der deutschen Scharfschützen
10. Tarnen und Täuschen
11. Scharfschützenerfahrungen im II. Weltkrieg
12. Die Waffen der deutschen Scharfschützen
13. Scharfschützeneinsätze
14. Russische Scharfschützen im II. Weltkrieg
15. Weibliche russische Scharfschützen
16. Den jungen russischen Scharfschützen
17. Die Aufgaben des Scharfschützen
18. Amerikanische Scharfschützen
19. Die amerikanische Scharfschützenausbildung
20. Israelische Scharfschützen
21. Scharfschützen der deutschen Bundeswehr
22. Scharfschützen des österreichischen Bundesheeres
23. Präzisionsschützen der Polizei
24. Geiselbefreiung - BRD - USA
25. Polizei-Counter Sniper
26. SWAT Teams Glasbeschuß - Autobeschuß
27. Das Einschießen von Scharfschützen-Gewehren
28. Vergleichsschießen von Scharfschützen-Gewehren
29. Die Geschoßwirkung
30. Die heutige Scharfschützen-Schießausbildung
31. Schalldämpfer für Scharfschützen-Gewehre
32. Heutige Scharfschützen-Erfahrungen
33. Zielfernrohre
Einleitung 333
Im Fadenkreuz der Scharfschützen 334
Polizei- und Militär-Scharfschützen 336
Scharfschützenwaffen - Gestern und Heute 338
Scharfschützenwaffen - Heute 342
Scharfschützenwaffen mit Schalldämpfer 346
Amerikanische Scharfschützenwaffen 350
Russische Scharfschützenwaffen 354
Die ACCURACY Scharfschützenwaffe AWP 358
Das G 22, die Scharfschützenwaffe der Bundeswehr 361
Das Zielfernrohr 3 - 12 x 56 G 22 364
Das Schweizer SSG 3000 von SIG-Sauer 368
Das Steyr Scout Rifle und das neue Police Scout 370
Das ERMA SR 100 Scharfschützengewehr 372
Das LRS-Zielfernrohr mit Laser-Entfernungsmesser 374
Zielfernrohre 377
Nachtsichtgeräte 380
Wärmebildgeräte 382
Die effektiven Kampfentfernungen der Schußwaffen 386
Wie schießen die Polizei- und Armee-Scharfschützen in USA? 388
Begriffe aus der Schießlehre 390
Scharfschützentraining 396
Der Ablauf des Scharfschießens 402
Die Anforderungen an einen militärischen Scharfschützen 404
Scharfschützen-Kontrollen vor dem Einsatz 406
Welche Schießtabellen werden benötigt? 408
Einflüsse auf den Flug des Geschosses 410
Störende Einflüsse - Windablenkungen 412
Wohin treffen? 414
Besser treffen 420
Die Tageslage 425
Scharfschützen im Einsatz 426
Tarnen und Täuschen 430
Beschossen 432
Getroffen 438
Munition - Tabellen 439
Kart., 456 Seiten mit zahlr. Abb.
Vorwort
Nach Auffassung des Autors kann man nur dann authentisch über eine Schießausbildung im Scharfschießen schreiben, wenn man selbst die Möglichkeit hatte, bei den besten Scharfschützen »in die Lehre« zu gehen, und wenn man selbst imstande ist, z. B. mit einem guten Scharfschützengewehr auf 500 m ein Kopfziel und auf 800 m ein Brustziel zu treffen.
Legt man diese Kriterien an, so gibt es nicht mehr viele, die die nötige Ausbildung und Treffsicherheit haben und auch noch die Kampferfahrung des letzten Weltkrieges besitzen. Der Autor erhielt als Rekrut eine »Scheibenschießausbildung« mit dem Karabiner 98 K. Später mußte er erkennen, daß das Gefechtsschießen etwas ganz anderes weil »lebensgefährlicheres« war. Als Obergefreiter hatte er bald einige Erfahrungen gesammelt.
Auf der Gunsite Ranch bei Jeff Cooper hatte er dann wieder viele Möglichkeiten, auf große Entfernungen mit Zielfernrohrgewehren zu schießen.
Über Scharfschützen und ihre Gewehre wurde er aber erst richtig 1972 von Colonel Francis B. Conway, Las Cruzes, New Mexico, unterrichtet. Dieser war Scharfschützenausbilder der US Army, 1000-Yard-Schützen-Weltmeister und Umbauer des M 14 zum Scharfschützengewehr M 21.
Den Präzisionsschützenausbildern der Spezialeinsatzkommandos dankt der Autor, daß er an Ausbildungen teilnehmen und die Probleme der Polizeischarfschützen kennen lernen durfte.
Die deutsche Bundeswehr und Herr Brigadegeneral Fuhr, Kommandeur der Infanteriekampfschule Hammelburg, erlaubten dem Verfasser, an einer Scharfschützenausbildung der Reservisten der Territorial-Verteidigung teilzunehmen.
Der Autor möchte auch dem Ausbilder, Hauptmann Schreiter, herzlich dafür danken, daß er bemüht war, den Scharfschützen beizubringen, daß man mit dem H+K G3 mit aufgeklapptem 4xZF auch noch auf 600 m treffen können sollte ...
Der Pressechef des österreichischen Bundesheeres, Herr Dr. Satorius ermöglichte dem Verfasser an einem Scharfschützenkurs im Lizum beim österreichischen Bundesheer teilzunehmen. Dank der guten Ausbildung durch Herrn Oberstleutnant Joast war es ihm dann möglich, mit 90% Wahrscheinlichkeit ein Brustziel in 800 m Entfernung mit dem Steyr SSG 69 mit 6xZF zu treffen.
Der Autor möchte sich hiermit herzlich für diese Ausbildung bedanken. Auch für die theoretischen Hinweise und Erkenntnisse im Scharfschießen, die er vor allem Herrn Oberstleutnant Joast verdankt und die hier in Kapitel 30 verwendet werden.
Der Dank gilt auch Herrn Oberst Widhofner, Inspekteur der österreichischen Sperrverbände, für die Informationen über die Scharfschützen im II. Weltkrieg und heute.
Ganz besonders herzlich möchte ich mich bei Herrn Matthäus Hetzenauer dafür bedanken, daß er mich empfangen hat und so lange mit mir Scharfschützenprobleme besprochen hat. Dies ist der Grund dafür, daß der Autor dieses Buch »Scharfschützen-Schießtechnik« Herrn Matthäus Hetzenauer, Obergefreiter und Ritterkreuzträger mit 345 bestätigten Feindabschüssen, widmet. Wir können immer wieder aus der Vergangenheit lernen. Erfahrungen, die von tapferen Männern im Kampf gewonnen wurden, sind unbezahlbar, sie müssen erhalten bleiben. Da Scharfschützen oft von der Sensationspresse diskriminiert werden, wird in diesem Buch oft auf Namensnennungen verzichtet werden.
Der Autor möchte sich noch bei vielen Stellen für die Überlassung von Informationsmaterial über Scharfschützen bedanken. Vielen Dank möchte er der Zentralbibliothek der Bundeswehr in Düsseldorf für die Kopien aussprechen.
Dem österreichischen Truppendienst sei für die Erlaubnis, Ausschnitte aus Berichten zu übernehmen, gedankt. Dem Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg sei dafür gedankt, daß es hier möglich wird, vieles aus dem unveröffentlichten Manuskript von 1944 über die Scharfschützenausbildung der Wehrmacht zu veröffentlichen.
Dem wehrkundlichen Museum in Koblenz, besonders Herrn Heinrich vielen Dank für die liebenswürdige Hilfe und für die Fotoerlaubnis.
Dem österreichischen Bundesheer dankt der Verfasser für die Möglichkeit, daß er so viele Scharfschützengewehre im Vergleich selbst schießen konnte.
Natürlich haben an dem Buch auch viele Personen mitgewirkt, die ungenannt bleiben wollen.
Ihnen allen sei Dank, denn ein Buch dieser Art kann nicht am Schreibtisch geschrieben werden, es muß auf dem Schießstand getestet und mit Tatsachenberichten von Männern, die durch das Zielfernrohr auf den Feind blickten, geschrieben werden. Dieses muß außerdem völlig neutral ohne Feindschaft gegen ehemalige Gegner (die oft inzwischen Freunde geworden sind) geschehen.
Siegfried Hübner Obergefreiter a. D.
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Diesen Artikel haben wir am Dienstag, 28. November 2006 in unseren Katalog aufgenommen.
