Die Jagd nach dem goldenen Stern 1944/45
Der Verfasser schildert aus eigenem Erleben seine Ausbildung während des Zweiten Weltkrieges zum Seekadetten.
Als Angehöriger einer NS-Eliteschule meldete er sich freiwillig als Seeoffiziersbewerber zur Kriegsmarine. Nach der sehr strengen Einführungsprüfung im Jahre 1944, begann er die vorgeschriebene Laufbahn mit der obligaten RAD-Zeit von Juli bis Oktober 1944. Anfang Oktober wurde er nach Stralsund zur infanteristischen Grundausbildung eingezogen.
Am 1. Januar 1945 erfolgte die Kommandierung als Kadettenaspirant auf den Schweren Kreuzer „Lützow". Die sehr harte Ausbildung erfolgte noch wenige Monate vor Kriegsende nach friedensmäßigen Richtlinien und war äußerst hart.
Die „Lützow" bekämpfte von Januar 1945 bis April 1945 mit ihrer mittleren und schweren Artillerie die Vorstöße der russischen Front an der Ostsee. Mit seinem Einsatz hat dieser Kreuzer zusammen mit anderen Einheiten der Kriegsmarine ca. 2 Millionen Menschen aus Kurland, Ost- und Westpreußen den Weg über die See in den rettenden Westen freigekämpft.
Am 16. April 1945 wurde die „Lützow" in der Kaiserfahrt bei Swinemünde auf den Grund gebombt. Dieses Inferno hat der Verfasser hautnah miterlebt. Für den Einsatz auf dem Kreuzer wurden die Kadettenaspiranten mit dem Flottenkriegsabzeichen ausgezeichnet. Die noch 1944 hoffnungsvoll begonnene Seeoffizierslaufbahn endete im Mai 1945 nach einem Infanterieeinsatz in der Hauptkampflinie im Raume Prenzlau zunächst in amerikanischer, dann in englischer Kriegsgefangenschaft auf der Insel Fehmarn.
Wick will mit dem vorliegenden Buch eine Lücke in der Marineliteratur schließen und will den Heutigern zeigen mit welcher Begeisterung, aber auch mit welcher Leidesfähigkeit die damalige Jugend dem Vaterland zu dienen bereit war.
DV-Verlag, 2002, kart., 215 S.
Diesen Artikel haben wir am Donnerstag, 01. Dezember 2005 in unseren Katalog aufgenommen.
