Der Atlantikwall auf Fanö

Der Atlantikwall auf Fanö
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Inhaltsverzeichnis Seite
Einleitung 3
1. Strategische Lage und Verlauf des Festungsbaus 5
2. „Fannik" im Krieg - Der Krieg im Wochenblatt 15
3. Die Infrastruktur 22
4. Die Küstenartillerie 27
Die 10,5-cm Flakbatterie „Fanö Nord" 28
Die Batterie „Graadyb" („Gneisenau") 32
H.K.B. 8 („Vesterhavsbad") 36
Die „Pxlebjerg" Batterie 38
H.K.B. 12 („Mosdalsbjerg") 39
5. Der Infanteriestützpunkt 40
6. Küstenverteidigung und Minenfelder 44
7. „Donau" 50
8. Die Luftverteidigung - vom Ortungsgerät bis zur Flakgranate 53
9. Die Flakschule und die Übungsbatterie 59
10. Der Luftkrieg über Fanö 62
11. Heinz Schlitzer als deutscher Soldat auf Fanö 71
12. Thomas Sneum, „Fannik" im alliierten Dienst 73
13. Die menschlichen Spuren 75
14. Die Regelbautypen auf Fanö 77
15. Quellen und Literaturhinweise 84
Anlage 1: Baufortschrittsmeldung, Stand 15. Januar 1945 86
Anlage 2: Zusammenstellung, Stand 15. Januar 1945 89

Einleitung

Deutschland fürchtete während des Ersten und des Zweiten Weltkrieges eine feindliche Invasion in Dänemark, das als „Deutschlands Hintertür" aufgefasst wurde. Im Ersten Weltkrieg baute Deutschland eine Verteidigungslinie quer durch das damalige Nordschleswig (heute dänisch Sonderjylland). Die dänische Westküste war im Zweiten Weltkrieg ein Abschnitt der 2800 km langen Verteidigungslinie vom Nordkap bis zur französisch/spanischen Grenze gewesen, die als „Atlan-tikwall" bekannt geworden ist.

Der Besitz gut ausgebauter Häfen war für eine mögliche Invasion in Jütland von größter Bedeutung. Deshalb wurde der Bereich Esbjerg, mit dem größten Hafen der dänischen Westküste auch mit ca. 1300 Bunkern, Küsten und Flakbatterien, Minenfeldern und Panzergräben usw. stark ausgebaut. In Dänemark war es nur der Ausbau in Hanstholm, der sich mit Verteidigungsbereich Esbjerg messen konnte. Fanö hat eine Lage, die es ermöglichte, die Reede mit der Zufahrt zum Hafen in Esbjerg zu beherrschen. Auf Fanö waren in etwa 2.000 Infanteristen und 1.000 Artilleristen stationiert. Hinzu kamen 1943-44 ungefähr 1.200 Arbeiter, die mit dem Bunkerbau beschäftigt waren, als dieser seinen Höhepunkt erreichte. Somit waren die Inselbewohner im Verhältnis zu den Fremden, die durch den Krieg hierher verschlagen worden waren, in die Minderzahl gekommen.

Dieses Buch beschreibt Fanö im Zweiten Weltkrieg. Als Teil des Atlantikwalls nimmt die Befestigung von Fanö natürlich einen zentralen Platz im Buch ein. Die Redaktion hat sich aber bemüht, das Buch so vielseitig und lebendig wie möglich zu gestalten. In diesem Sinn beschreiben verschiedene Kapitel, wie die Besatzungszeit die Bewohner beeinflusste und welchen Einfluss der Krieg nach Augenzeugenberichten auf ihren Alltag auf der Insel hatte. Ein anderes Kapitel beschreibt, wie es als deutscher Soldat auf Fanö war, und ein weiteres beschäftigt sich mit den wenigen Spuren der vielen Bauarbeiter und Soldaten, die dieser turbulente Zeitabschnitt aus der Geschichte von Fanö zurückgelassen hat.

Der Verein „Fano i Atlantvolden" wurde 1999 mit dem Ziel gegründet, das Wissen über die Rolle der Insel im Atlantikwall während des Zweiten Weltkrieges zu erhalten und zu vermitteln. Seitdem sind verschiedene Veranstaltungen durchgeführt worden, u.a. Führungen, Vorträge, Herrichtung eines Ausstellungsbunkers und Materialbeschaffung. Dieses Buch ist der vorläufige Höhepunkt unserer Vereinsarbeit. Das Buch ist als Anthologie mit Beiträgen von Verfassern mit Spezialwissen über verschiedene Themenbereiche gestaltet. Für die Leser, die sich die vielen Bunker auf Fanö etwas genauer ansehen möchten, oder sich in das Thema vertiefen wollen, ist dem Buch ein Verzeichnis der ständigen Anlagen, die bis zum Jahreswechsel 1944-45 gebaut wurden, angegliedert. Pläne der meisten Regelbautypen auf Fanö und Literaturangeben sin auch im Schlussteil des Buches zu finden.

Man kann sich wundern, dass ein Buch wie dieses nicht schon geschrieben worden ist, denn es gibt mittlerweile schon Bücher über fast alle anderen Abschnitte des Atlantikwalles. Das Buch liegt nun dank der gemeinsamen Bemühungen so vieler Personen endlich vor, dass es zu umfassend wäre an dieser Stelle alle zu nennen. Ein besonderer Dank gilt jedoch Marco Hansen, der die Ergebnisse seiner großen Forschungsarbeit zu Verfügung gestellt hat und Ulrik Bay, der uns aus seiner großen Sammlung von Fotos aus dem Zweiten Weltkrieg schöpfen ließ.

Diese deutsche Ausgabe ist auf der ersten dänischen Ausgabe basiert, die 2003 erschienen ist. In der neuen deutschen Ausgabe ist das Manuskript weiter überarbeitet und zahlreiche Illustrationen und Lagepläne vergrößert worden, sowie auch neue Originalfotos hinzugefügt worden sind. Das originale dänische Manuskript ist daher in der Übersetzung geringfügig geändert, und durch neu hinzugekommene Informationen ergänzt worden.

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Diesen Artikel haben wir am Montag, 12. November 2007 in unseren Katalog aufgenommen.

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