Küstenartillerie in Dänemark 1940- 45

Küstenartillerie in Dänemark 1940- 45
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Inhaltsverzeichnis
Vorwort 4
Einleitung 5 1. Entwicklung der Artillerie bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges
von Ole L. Frantzen 7
2. Die dänische Küstenbefestigung 1939-43 von Jens Andersen 11
3. Die deutsche Küstenartillerie 1940-1945 von Jens Andersen 16
4. Die verwendeten Waffen von Svend E. Albrethsen 33
5. Feuerleitung, Feuerleitgeräte und Schießen von Svend E. Albrethsen .. 77
6. Räumung, Zerstörung und Neuverwertung von Svend E. Albrethsen .. 85
Deutsche Küstenbatterien in Dänemark, 1940-1945 91
Die technischen Daten der Waffen 100
Verzeichnis der Abkürzungen 108
Literatur und Quellen 109

Einleitung
Tausende deutsche Betonbunker, die den Besucher täglich an die fünf dramatischen Jahre der modernen dänischen Geschichte erinnern - die deutsche Besetzung Dänemarks 19401945 - liegen heute noch an den dänischen Stränden, besonders an der Wesküste von Jütland. Manche Leute sähen diese Denkmäler einer bösen Zeit am liebsten aus der Landschaft entfernt. Andere verstehen die Betonklötze als einen Teil des Kulturerbes, das es so weit wie möglich zu schützen gilt. Nur die Wenigsten sind ungeachtet ihres Standpunkts sich heutzutage darüber im Klaren, welche hockentwickelte Militär- und Waffentechnik in diesen Anlagen einst steckte. Mit der vorliegenden Buchausgabe versuchen die Verfasser, diese Wissenslücke in der Hoffnung zu schließen, dass mehr Wissen über die Geschichte und die Funktion der Bunker zum besseren Verständnis beitragen werde, dass es sich lohnt, auch diese Denkmäler der Nachwelt zu erhalten.
Die Wehrmacht verfügte im Laufe der Besatzungszeit 1940-1945 über ein immer stärker ausgebautes Verteidigungssystem an den dänischen Küsten, das bereits am 10. April 1940 begonnen und bis zur Befreiung fünf Jahre später laufend erweitert wurde.
Zum Schluss der Besatzungszeit war in Dänemark eine Küstenverteidigung entstanden, die sich aus vielen verschiedenen Elementen zusammensetzte. Zu den passiven Waf
fen gehörten u.a. Seeminensperren, Landminensperren, Drahthindernisse und Panzergräben. Die aktive Bewaffnung machten die Gewehre der Infanterie, die Maschinenwaffen, die Werfer und Panzerabwehrgeschütze sowie die Kanonen der Küstenbatterien und der Feldartillerie aus.
Diese Waffensysteme hatten alle einen gemeinsamen Zweck: Die Alliierten an einer Landung zu hindern und zu verhindern, dass der Gegner sich an den dänischen Küsten festsetzt.
Eine bestimmte Waffengattung war von besonders entscheidender Bedeutung: die Küstenartillerie. Die Kanonen der Küstenartillerie würden bei einem Landungsversuch die ersten landgestützten Waffen seien, die den Kampf mit dem Feind eröffnen könnten, und ihr Einsatz war entscheidend für die Kontrolle über den Strand.
Mit diesem Buch wird zum ersten Mal der Versuch unternommen, die Küstenartillerie in Dänemark aus den Jahren 1939 bis 1945 insgesamt darzustellen. Das Geschützmaterial der deutschen Küstenartillerie wird in dieser Darstellung schwerpunktmäßig behandelt. Zum besseren Verständnis des historischen Kontextes wird diese Darstellung mit einer kurzen Beschreibung der allgemeinen waffentechnischen Entwicklung und mit einer Übersicht über den dänischen Küstenschutz (Kystdefensionen) von 1940 bis 1943 eingeleitet.
Das mit dieser Darstellung behan delte Thema hat mehr als nur waffentechnisches Interesse. Die Waffen, die im dänischen Abschnitt des Atlantikwalls eingesetzt waren, zeigten eine unglaubliche Spannweite und Vielfalt. Die Waffen, von den modernsten Geschützen bis zu reinen Antiquitäten, stammten fast aus ganz Europa und wurden häufig für Aufgaben eingesetzt, die ihre Konstrukteure nicht vorausgesehen hatten. Die deutsche Küstenartillerie zeigt mit aller wünschenswerten Deutlichkeit, dass die deutsche Wehrmacht weit von dem Bild der schneidigen und leistungsfähigen Kampfmaschine entfernt war, das die damalige Propaganda zu schaffen versuchte. Ein Bild, das sich seltsamerweise zum Teil bis zum heutigen Tage erhalten hat.
Um die Soldaten ausreichend mit Waffen versorgen zu können, war die Wehrmacht gezwungen auf die Beutebestände der vielen Feldzüge in Europa zurückzugreifen. Die besten und modernsten Beutewaffen wurden direkt an den Fronten zum Auffüllen der ausgedünnten Bestände deutscher Waffen eingesetzt. Die nicht mehr so zeitgemäßen Beutewaffen, die nur in kleineren Zahlen verfügbar waren oder für die nur noch wenig Munition existierte, wurden der Truppe, die den Atlantikwull bemannte, zur Verfügung gestellt.

Hitler erhoffte sich von dieser ununterbrochenen Küsten-Verteidigungslinie von Kirkenes in Norwegen bis zur spanischen Grenze, dass sie eine alliierte Landung an der Atlantikküste zurückschlagen würde.
Als Küstenartillerie wird in dieser Darstellung nur die Artillerie bezeichnet, deren Hauptaufgabe es ist, Seeziele zu bekämpfen und eventuell die Landungstruppen an der Küste abzuwehren. Das bedeutet, dass die Heeres-Divisionsartillerie und der Hauptteil der Luftwaffen-Flakartillerie nur genannt wird wenn ihr ausdrücklich eine seemilitärische Aufgabe zugewiesen war. Die schweren Flakbatterien der Kriegsmarine gehören dagegen alle zur Küstenartillerie, weil fast ohne Ausnahme die Seezielbekämpfung ihre Zweitaufgabe war.
Wir haben uns entschieden, alle Geschütztypen der Küstenbatterien in unserer Darstellung zu beschreiben. Von 2-cm-Flakgeschützen bis zur schwersten Artillerie, die jemals auf dänischem Boden gewesen ist: die 38-cm-Geschütze in Hanstholm. Der Maschinengranatwerfer M 19 ist die einzige Ausnahme. Obwohl er eine Festungswaffe ist und eigentlich nicht zur Artillerie gehört, ist er trotzdem in diese Darstellung mit aufgenommen worden.

Kart., 111 Seiten mit Abb., im Anhang Aufstellung der Deutschen Küstenbatterien in Dänemark mit Bezeichnung, Truppenteil im April ´45, der Hauptbewaffnung und Geschichte

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Diesen Artikel haben wir am Montag, 12. November 2007 in unseren Katalog aufgenommen.

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