Herbert Noé
Dem Tod voraus -Ostpreußen 1945
Wir mussten mit den Wölfen heulen, das ist die Erkenntnis von Herbert Noé als er 1945 nach vier Jahren Einsatz an der Ostfront, einem Todesurteil vor einem russischen Militärgericht und seiner Flucht aus dem Gefangenenlager, nach Hause kommt. Schon im gleichen Jahr schreibt er in teilweise erschütternder Direktheit nieder ,was er in den letzten Kriegsmonaten im eingeschlossenen Königsberg in Ostpreußen und nach seiner Gefangennahme erlebte, um nichts in Vergessenheit geraten zu lassen. Seine schriftlichen Ausführungen werden durch zahlreiche Fotografien ergänzt, die er während seines Einsatzes von Begebenheiten und Schauplätzen machte. So entsteht eine beeindruckende Dokumentation über das Schicksal eines Menschen und einer ganzen Generation, die die Jahrhundertkatastrophe des Zweiten Weltkrieges erleben musste.
Geb., 165 Seiten mit Abb.
Inhalt:
Vorwort 9
Dem Tod voraus 11
Rückzug aus Russland 11
Königsberg 22
Im Kessel von Königsberg 23
Im provisorischen Lager bei Königsberg 27
Die Pregelbrücke 32
Lager Goldap 34
Die Flucht durch Ostpreußen 41
Vor dem Militärgericht 62
Erneute Flucht 67
Im Krankenhaus in Preußisch-Holland 85
Der Weg in die Heimat 87
Nach dem Krieg 92
Die Fußballweltmeisterschaft 1954 95
Bildteil 97
„Wir mussten mit den Wölfen heulen" 143
Kindheit und Jugend 143
Der Kessel von Königsberg 160
Autor:
Der Autor Herbert Noe wurde 1922 in Schriesheim bei Heidelberg geboren. 1941 wurde er zum Reichsarbeitdienst eingezogen und musste deshalb das gerade erst begonnene Studium an der Ingenieurschule in Mannheim abbrechen. Ein halbes Jahr später erhielt er beim Militärdienst in Wiesbaden eine Ausbildung als Funker.
1942 begann sein Einsatz an der Ostfront, der bis zum Ende des Krieges dauern sollte. Im April 1945 geriet er in Kriegsgefangenschaft, aus der er jedoch fliehen konnte. In diesem Buch beschreibt er seine aufregende Flucht durch das besetzte Ostpreußen.
Heute lebt Herbert Noe mit seiner Frau Ida in seiner Heimatstadt Schriesheim.