Ute Susanne Werner
Ich krieg mich nicht mehr unter Kontrolle
Kriegsheimkehrer der Bundeswehr
Soldaten der Bundeswehr sind nicht erst seit gestern in Krisengebieten im Einsatz, aber spätestens seit Afghanistan hat sich die Qualität der Bedrohung drastisch verändert. Wie erleben diejenigen die Situation, die der Gefahr täglich ausgesetzt sind? Welche Erfahrungen bringen sie aus den Einsätzen mit, und wie gehen sie damit um? In diesem Buch kommen erstmals die Soldaten selbst zu Wort. Ein Leben in ständiger Bedrohung, das Gefühl der eigenen Machtlosigkeit, der Anblick brutal ermordeter Menschen – es sind jeden Tag Extremsituationen, denen sich Bundeswehrsoldaten im Auslandseinsatz stellen müssen. Partnerschaften leiden unter der langen Trennung, nicht selten zerbrechen die Familien. Schlimmer noch als physische Verletzungen wiegt oft die seelische Verwundung: Die Zahl der Soldaten, die an einer Posttraumatischen Belastungsstörung erkranken, steigt kontinuierlich.
Ute Susanne Werner sprach exklusiv mit Kriegsheimkehrern aus Afghanistan und dem ehemaligen Jugoslawien. Darüber hinaus interviewte sie die Mutter eines Soldaten, einen Militärpfarrer und den Politiker Winfried Nachtwei, der als Bundestagsabgeordneter viele Male in Kriegsgebieten war. Die Erlebnisse haben bei ihnen allen Spuren hinterlassen; der Krieg, aus dem kollektiven Gedächtnis der Bundesrepublik lange verbannt, wird plötzlich real.
Geb., 286 Seiten
Stimmen aus dem Buch:
»Ich bin kälter geworden. Ich habe vieles in mich hineingefressen; so manches konnte ich erst nach dem Einsatz verarbeiten.«
»Wir wurden von allen Seiten beschossen und konnten uns nicht verteidigen. Das nagt an einem, man fühlt sich irgendwie ausgeliefert.«
»Ich leide ganz extrem, wenn mein Sohn im Einsatz ist.«
»Wer im Einsatz war, egal wo, und nach Hause zurückkommt und sagt: Alles ist wie vorher, es hat sich nichts verändert – der lügt. Das gibt es nicht.«
Autoreninfo:
Ute Susanne Werner, Jahrgang 1969, lebt in Berlin. Sie ist seit über 15 Jahren als Lektorin für Synchrontexte im Bereich Kino und Fernsehen tätig. Die Idee zu diesem Buch kam ihr beim Besuch eines Theaterstücks, das mit der Rückkehr amerikanischer Soldaten aus dem Irak einsetzt. Der Gedanke, wie es den Bundeswehrsoldaten nach ihrem Auslandseinsatz ergeht, ließ sie fortan nicht mehr los, und sie machte – gegen den Widerstand der Bundeswehr – Kriegsheimkehrer in ganz Deutschland ausfindig. Deren Erlebnisberichte hat sie in diesem Buch zusammengestellt.
Ich krieg mich nicht mehr unter Kontrolle
Kriegsheimkehrer der Bundeswehr
Soldaten der Bundeswehr sind nicht erst seit gestern in Krisengebieten im Einsatz, aber spätestens seit Afghanistan hat sich die Qualität der Bedrohung drastisch verändert. Wie erleben diejenigen die Situation, die der Gefahr täglich ausgesetzt sind? Welche Erfahrungen bringen sie aus den Einsätzen mit, und wie gehen sie damit um? In diesem Buch kommen erstmals die Soldaten selbst zu Wort. Ein Leben in ständiger Bedrohung, das Gefühl der eigenen Machtlosigkeit, der Anblick brutal ermordeter Menschen – es sind jeden Tag Extremsituationen, denen sich Bundeswehrsoldaten im Auslandseinsatz stellen müssen. Partnerschaften leiden unter der langen Trennung, nicht selten zerbrechen die Familien. Schlimmer noch als physische Verletzungen wiegt oft die seelische Verwundung: Die Zahl der Soldaten, die an einer Posttraumatischen Belastungsstörung erkranken, steigt kontinuierlich.
Ute Susanne Werner sprach exklusiv mit Kriegsheimkehrern aus Afghanistan und dem ehemaligen Jugoslawien. Darüber hinaus interviewte sie die Mutter eines Soldaten, einen Militärpfarrer und den Politiker Winfried Nachtwei, der als Bundestagsabgeordneter viele Male in Kriegsgebieten war. Die Erlebnisse haben bei ihnen allen Spuren hinterlassen; der Krieg, aus dem kollektiven Gedächtnis der Bundesrepublik lange verbannt, wird plötzlich real.
Geb., 286 Seiten
Stimmen aus dem Buch:
»Ich bin kälter geworden. Ich habe vieles in mich hineingefressen; so manches konnte ich erst nach dem Einsatz verarbeiten.«
»Wir wurden von allen Seiten beschossen und konnten uns nicht verteidigen. Das nagt an einem, man fühlt sich irgendwie ausgeliefert.«
»Ich leide ganz extrem, wenn mein Sohn im Einsatz ist.«
»Wer im Einsatz war, egal wo, und nach Hause zurückkommt und sagt: Alles ist wie vorher, es hat sich nichts verändert – der lügt. Das gibt es nicht.«
Autoreninfo:
Ute Susanne Werner, Jahrgang 1969, lebt in Berlin. Sie ist seit über 15 Jahren als Lektorin für Synchrontexte im Bereich Kino und Fernsehen tätig. Die Idee zu diesem Buch kam ihr beim Besuch eines Theaterstücks, das mit der Rückkehr amerikanischer Soldaten aus dem Irak einsetzt. Der Gedanke, wie es den Bundeswehrsoldaten nach ihrem Auslandseinsatz ergeht, ließ sie fortan nicht mehr los, und sie machte – gegen den Widerstand der Bundeswehr – Kriegsheimkehrer in ganz Deutschland ausfindig. Deren Erlebnisberichte hat sie in diesem Buch zusammengestellt.
Diesen Artikel haben wir am Freitag, 16. Juli 2010 in unseren Katalog aufgenommen.
